Die Arbeitsgruppe Pohraničí (Grenzland)

 

des Soziologischen Instituts der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik

vgl. auch www.borderland.cz

 

von Václav Houžvička und LukᚠNovotný

 

Grenzregionen sind Räume, in denen der Geltungsbereich einer Rechtsordnung und eines administrativen Systems endet; hier treffen verschiedene Ethnien, Sprachen und Kulturen aufeinander. Grenzräume sind - allgemein gesprochen - durch ihre periphere Lage im Verhältnis zum Zentrum charakterisiert. In unserem Fall kommen meist auch noch spezifische klimatische und natürliche Bedingungen hinzu, wie ein großer Anteil an Bergregionen. Weitere wichtige Faktoren sind hier historische Besonderheiten und die soziokulturelle Diskontinuität (Populationsentwicklung und Besiedlung), die durch die veränderte ethnisch-nationale Zusammensetzung der Bevölkerung nach dem Krieg hervorgerufen wurde.[1] Die Wiederbesiedlung des Grenzlandes nach der Aussiedlung der Deutschen verlief in höchst ungleichmäßiger Form, was zum einen negative Auswirkungen auf die Struktur und die Dichte der Besiedlung der Grenzgebiete mit sich brachte, zum anderen dazu führte, dass sich eine ungünstige Sozial- und Bildungsstruktur der dortigen Bevölkerung herauskristallisierte. Ausnahmen hiervon bildeten nur Städte wie z. B. Liberec (Reichenberg).[2]

 

Die Entwicklung einer neuen tschechischen Gesellschaft im Grenzraum wurde zudem durch die Auswirkungen der Kollektivierung der Landwirtschaft, die Verstaatlichung von Kleinbetrieben und die damit verbundenen Eingriffe in die territoriale Ordnung (z.B. durch die Verwaltungsreform von 1960) deformiert. Einige Gebiete in den Grenzregionen haben bis heute mit den Folgen dieser Maßnahmen zu kämpfen - vor allem die Gegend um Šluknov (Schluckenau), Krušné Hory (das Erzgebirge) und die Region Tachov (Tachau). Von weitaus mehr Schwierigkeiten begleitet und spürbar langsamer als in der übrigen tschechischen Gesellschaft vollzieht sich hier die Erneuerung der Mittelschicht,[3] die gerade unter den Bedingungen des Grenzlandes positive Auswirkungen auf die Dynamik wie die Stabilität und Kontinuität der gesellschaftlichen Entwicklung haben könnte. Diese und viele andere Phänomene und Probleme des Transformationsprozesses im Grenzraum müssen aus wissenschaftlichen wie politischen Gründen systematisch erforscht werden.

 

Bereits im Jahr 1990 wurde im Rahmen des damaligen Sozialökonomischen Instituts an der Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften (Sociálně-ekonomický ústav ČSAV) in Ústí nad Labem (Aussig) das Forschungsprojekt "Das tschechische Grenzland im Prozess der europäischen Integration" ins Leben gerufen.[4] Ziel des Projektes war es zum einen, die historischen Dimensionen der Entwicklung der Grenzgebiete zu reflektieren. Zum anderen sollten die aktuellen Trends aufgezeigt werden, zu denen neben der Transformation der Wirtschaft und des politischen Systems im tschechisch-deutschen Grenzraum insbesondere die Folgen der zunehmenden grenzüberschreitenden Kontakte gehören - die Aktivitäten verschiedener Vertriebenengruppen eingeschlossen.[5] Die Kontakte über die Grenze sind Bestandteil der spontanen Integrationsprozesse, sie verändern die Rolle des Territoriums nicht allein im Verhältnis zum Binnenland, sondern in diesem Fall auch im Hinblick auf die Nachbarstaaten - die Bundesrepublik Deutschland und Österreich - sowie auf ganz Europa nachhaltig.

 

Von Anfang an konzentrierte sich die Tätigkeit der Arbeitsgruppe auf die unmittelbar an der Staatsgrenze zu Deutschland und Österreich gelegenen Kreise.[6] Es handelt sich hierbei in der Mehrzahl um Gebiete, in denen es in der Nachkriegszeit zu einem vollständigen bzw. gravierenden Bevölkerungsaustausch und infolgedessen zu einer Diskontinuität der Populationsentwicklung und Besiedlung gekommen war. Die Forschungsaktivitäten zum tschechisch-österreichischen Grenzgebiet, zu denen in den ersten Jahren nach dem Umbruch von 1989 einige Ergebnisse vorgelegt werden konnten,[7] mussten allerdings Anfang der neunziger Jahre aus Kapazitätsgründen eingestellt werden. Seither beschränken sich die Untersuchungen der Arbeitsgruppe in Ústí auf die an der Grenze zu den deutschen Bundesländern Sachsen und Bayern gelegenen Grenzgebiete. Dennoch bleibt der Untersuchungsgegenstand umfangreich: Ein Blick auf die Grenze zwischen der Tschechischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland, die immerhin 1.000 km lang ist,[8] macht deutlich, dass diese die längste Grenze Deutschlands zu einem Nachbarstaat bildet.

 

Gleich nach dem Umbruch von 1989 knüpfte die Arbeitsgruppe Pohraničí Beziehungen zum Lehrstuhl für Wirtschaftsgeografie an der Universität Bayreuth (Prof. Dr. Jörg Maier) an und beteiligte sich an dem internationalen Forschungsprojekt "Verflechtungsanalyse Nordbayern -Westböhmen/ Analýza vazeb severní Bavorsko - západní Čechy", wobei man in Ústí den Part "Einstellungen der Bewohner des Egerlandes zu den Deutschen" übernahm.[9]

 

Das Sozialökonomische Institut in Ústí nad Labem wurde im Jahr 1993 im Rahmen der Transformation der ehemaligen Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften aufgelöst. Im abschließenden Evaluationsgutachten wurde der Leitung der Akademie empfohlen, die Forschungsaktivitäten des Projektes Pohraničí als einzigen Programmpunkt weiterzuführen. Im Hinblick darauf, dass sich dieses Projekt mit eigenen Untersuchungen zu regionalen Fragen verbinden ließ, und angesichts der gesellschaftlichen Notwendigkeit von Studien zu den tschechisch-deutschen Beziehungen bot die Leitung des Soziologischen Instituts an der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik an, die Arbeitsstelle Ústí in das eigene Institut einzugliedern. Seither bildet die Arbeitsgruppe eine Außenstelle - ein "detašované pracoviště" - der Prager Akademie. Dank dieser Lösung konnte ihr Forschungsprogramm fortgeführt werden und im breiteren Kontext der tschechisch-deutschen Beziehungen an Bedeutung gewinnen.

 

In den Jahren 1993-1995 konnte die Arbeitsgruppe das Projekt "Der tschechische Grenzraum im Prozess der europäischen Integration" abschließen, das von der Grantová agentura ČR, der staatlichen Stipendienagentur der Tschechischen Republik, finanziert wurde. Untersucht wurden in diesem Projekt die sozialen Veränderungen, die durch den Fall des „Eisernen Vorhangs“ und die Öffnung gegenüber dem benachbarten Deutschland sowie der Welt überhaupt hervorgerufen wurden. Diese brachten eine bedeutende Zunahme sozialer Kontakte sowohl auf der Bürgerebene (nichtinstitutionalisierte Form) als auch in Form einer Zusammenarbeit zwischen Institutionen, Organen der staatlichen Verwaltung und der Selbstverwaltung sowie der Städte und Gemeinden mit sich und hatten u. a. die Schaffung der Euroregionen zur Folge.[10]

 

Es zeigte sich, dass die Entwicklung des Grenzlandes einerseits von der nach wie vor ungleichmäßigen ökonomischen Struktur unterminiert wird, andererseits die schlechte Verkehrsanbindung die Verflechtung der Grenzregionen mit den Nachbarstaaten behindert. Das Projekt machte zugleich auf die bestehende Ungleichheit der sozialen Systeme und Bindungen aufmerksam, die eine mangelnde Kompatibilität sowie Barrieren bei einer Reihe von Kennziffern signalisieren. Auf der Ebene der Bürger geht es dabei vor allem um die gering entwickelten Kenntnisse der Sprache des jeweils anderen Landes,[11] das ausgeprägte Gefälle zwischen dem deutschen und dem tschechischen Lebensstandard, aber auch um das negative Fortwirken der historischen Erinnerung, die sich mit den Begriffen ,Okkupation' und, Vertreibung' verbindet. Teiluntersuchungen deuten für die tschechischen Eliten auf eine insgesamt positivere Einstellung gegenüber Deutschland hin, wobei in den grundlegenden Fragen der tschechisch-deutschen Beziehungen - z.B. bei der Einschätzung des deutschen Einflusses auf die Integration der Tschechischen Republik in die westeuropäischen Strukturen - keine markanten Unterschiede zwischen den Eliten und der Gesamtbevölkerung bestehen.[12]

 

In der zweiten Hälfte der neunziger Jahre wurde das Forschungsprogramm der Arbeitsgruppe Pohraničí in verschiedene Themenblöcke eingeteilt. Diese werden auch in nächster Zukunft für die Arbeit der Außenstelle Gültigkeit beibehalten, wobei sich infolge der politischen Entwicklung - etwa durch den Beitritt der Tschechischen Republik zur Europäischen Union oder durch Veränderungen der Verwaltungsstruktur Tschechiens - Anpassungen ergeben können. Allgemein formuliert lassen sich die Forschungsschwerpunkte wie folgt strukturieren:

- Veränderungen der sozialen Struktur (einschließlich der historischen Folgen der Aussiedlung der deutsch sprechenden Bevölkerung aus den Grenzgebieten nach 1945): Prozesse der Bildung einer neuen grenzüberschreitenden Bürgergemeinschaft auf lokaler und regionaler Ebene, Träger und Trägergruppen grenzüberschreitender Verbindungen, Entstehung neuer sozialer Gruppen (z.B. pendleři (Pendler) und Unternehmer), Folgen der sozialen Differenzierung. Im Hinblick auf die Entwicklung der sozialen Strukturen im untersuchten Gebiet erweist sich eine an der Außenstelle entstandene Studie über den Verlauf der Besiedlungsprozesse, die der Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung folgten und Ende 1946 im wesentlichen abgeschlossen waren, als maßgeblich.[13] Eine detaillierte Betrachtung des Besiedlungsprozesses unter konkreten historischen Bedingungen ausgewählter Mikroregionen bietet die Möglichkeit, das Verhältnis zwischen Tschechen und Deutschen im Bereich der so genannten ethnischen Binnengrenze in der Nachkriegszeit genauer zu charakterisieren.

- Veränderungen auf dem Territorium: Folgen der Grenzöffnung, wirtschaftliche Restrukturierung der Grenzregionen unter besonderer Beachtung der Problematik alter Industrieregionen (z. B. des Nordböhmischen Braunkohlebeckens und des böhmischen Erzgebirgsvorlands), Schaffung eines grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes, Folgen des Zustroms ausländischen Kapitals sowie soziale Folgen der neuen ökonomischen Aktivitäten.

-          Veränderungen in den Einstellungen und im Denken der Bewohner der Grenzregionen: Wertekategorien und Meinungsstrukturen, Entstehung ethnischer Toleranz, Entwicklung des Nationalbewusstseins und von Formen nationaler Identität, interethnische Beziehungen, Einstellungen gegenüber Deutschland.

 

Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass die thematische Ausrichtung der Forschungsaktivitäten und Projekte einen bestimmten Zugang zum Thema Grenzregionen zum Ausdruck bringen, aus dem ein allgemeines Konzept wie auch die methodischen Herangehensweisen resultieren. Entsprechend der interdisziplinären Zusammensetzung des Forschungsteams in Ústí nad Labem stehen hier soziologisch-historische, politologische und geografisch-ökonomische Ansätze und Fragen im Mittelpunkt der Arbeit.

 

Ein spezielles Untersuchungsgebiet unter den historischen Projekten stellt das so genannte "innere Grenzland" (vnitřní pohraničí) dar. Der Begriff "inneres Grenzland" dient als Arbeitsbezeichnung für ein relativ schmales, dabei aber lang gezogenes Gebiet in Böhmen, Mähren und Schlesien, das entlang der Grenze des eigentlichen Grenzlandes verläuft. Dieses Gebiet stellt bereits seit Jahrhunderten - vor allem in ethnischer Hinsicht - eine spezifische Siedlungszone dar. Während der Jahre der deutschen Okkupation 1938/39-1945 erhielt es tatsächlich den Charakter einer Grenzregion, der sich jedoch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wieder verlor. Gerade in diesen und in den unmittelbar angrenzenden Regionen des so genannten "äußeren Grenzgebietes" kam es in der Vergangenheit zu den intensivsten tschechisch-deutschen Kontakten - zu positiven wie negativen, und zwar nicht allein dort, wo heute Euroregionen bestehen.[14]

 

Soziologisch angelegt ist indessen die Untersuchung der Einstellungen der Bewohner der Grenzregionen zum Phänomen der deutschen Nachbarschaft. Das Projekt mit dem Titel "Die Reflexion der sudetendeutschen Frage und die Einstellungen der Bewohner des tschechischen Grenzraumes gegenüber Deutschland", das vom tschechischen Außenministerium getragen wurde (1996-1999), stand unter der Leitung von Václav Houžvička.[15] Es lieferte wichtige Erkenntnisse über die heute wirksame historische Erinnerung, wobei unter anderem deutlich wurde, wie stark die aktuellen tschechisch-deutschen Beziehungen von historischen Belastungen, vor allem von der Wahrnehmung der so genannten sudetendeutschen Frage, bestimmt sind. Ferner wurde erforscht, wie Deutschland als Verbündeter in der NATO und als einflussreicher Akteur der europäischen Integrationsprozesse wahrgenommen wird. Die Ergebnisse dieses Projektes fanden als Argumente bei der Formulierung des tschechischen Standpunktes in den Verhandlungen über die deutsch-tschechische Deklaration unmittelbare Verwendung.

 

In den Jahren 1998-2000 wurde mit Unterstützung der Grantová Agentura der ČR und unter der Leitung von F. Zich das Projekt "Die Träger der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit an der tschechisch-deutschen Grenze" durchgeführt, in dem die spontane grenzüberschreitende Zusammenarbeit von tschechischen und deutschen Bürgern im Mittelpunkt stand.[16] Auf der Grundlage empirischer Forschungen gelangten die Bearbeiter des Projekts zu der Erkenntnis, dass die Beziehungen zwischen den Menschen und Institutionen in der Kooperation zwischen der Tschechischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland bislang noch nicht über eine ausreichende Konsistenz verfügen und nach wie vor nur eine freie "grenzüberschreitende Gemeinschaft" konstituieren. Als positiv ist indessen der Trend zu einer wachsenden Frequenz persönlicher Kontakte zu werten, die sich schrittweise zu festeren sozialen Bindungen wandeln. Im Ergebnis der Untersuchung wurden Faktoren charakterisiert, die die Bildung grenzüberschreitender Beziehungen stimulieren, und solche, die diese erschweren. Zudem erfuhr der soziale Typus "Träger einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit" eine detailliertere Beschreibung.

 

Bei dem Langzeitprojekt (1999-2001) "Die Position der Grenzregionen bei der regionalen Entwicklung der Tschechischen Republik mit besonderem Augenmerk auf die Einbindung der Tschechischen Republik in die europäischen Strukturen", das unter der Leitung von M. Jeřábek lief, fungierte die Arbeitsgruppe Pohraničí als Koordinatorin eines Arbeitsteams mehrerer akademischer Institutionen. An dem Projekt waren die Lehrstühle für Geografie an den Universitäten in Plzeň (Pilsen), Prag, Brno (Brunn), Ostrava (Mährisch-Ostrau) und Ústí nad Labem beteiligt. Die Forschungsarbeiten lieferten eine systematische und umfassende Bewertung der einzelnen Faktoren, die die Dynamik der territorialen Entwicklung aller Grenzregionen der Tschechischen Republik beeinflussen - unter anderem ihrer demografischen Merkmale, der Umweltbelastungen, der Struktur und der Faktoren der Entwicklung des Arbeitsmarktes sowie der Verkehrsinfrastruktur einschließlich der Errichtung neuer Grenzübergänge.[17] Das Projekt wurde mit Unterstützung des Stipendienprogramms des Außenmini­steriums der Tschechischen Republik und wiederum mit Geldern der Grantová Agentura finanziert.

 

Auf die konkrete Entwicklung an der so genannten Außengrenze der Europäischen Union konzentrierte sich das Projekt „Pohraničí jako prostor zprostředkování/Grenzraum als Vermittlungsraum", das in den Jahren 1997-1999 im tschechisch-sächsischen Grenzgebiet in Zusammenarbeit mit Partnern aus Dresden durchgeführt wurde. Bei der Untersuchungsgruppe handelte es sich dieses Mal um Bürgermeister, die zu ihren Ansichten über das erreichte Niveau und die Formen der tschechisch-deutschen Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene befragt wurden. Bewertet wurden zudem grenzüberschreitende Projekte in verschiedenen Bereichen, die die gegenseitige Verständigung fördern und ein dauerhaftes Netz von Kontakten (networking) aufbauensollen.[18]

 

Eine völlig neue Dimension im Blick auf das Thema Grenzregionen liefert das internationale Projekt "Biografische Identitäten der Bewohner der Euroregion Nisa/Neiße/Biografické identity obyvatel euroregionu Nisa/Neiße", das von Professor Peter Alheit von der Universität Göttingen konzipiert wurde und unter seiner Leitung steht. Ziel dieses trilateralen deutsch-tschechisch-polnischen Forschungsprojekts ist der generationen­übergreifende Vergleich der Erinnerung an umwälzende historische Ereignisse. Dieser wird am Beispiel individueller Lebensgeschichten aus Grenzregionen unternommen, in denen sich die sozialen Folgen politischer Veränderungen besonders intensiv auswirkten - durch Grenzverschiebungen, Zwangsmigrationen, Veränderungen der Staatsangehörigkeit und nicht zuletzt durch politische Repression. Die Forschungsarbeiten wurden im Jahr 2000 begonnen. Es liegen bereits Ergebnisse vor, die unter anderem Elemente nationaler Identitäten und Mentalitäten sowie deren Artikulationen 'unter den spezifischen Bedingungen im Länderdreieck Tschechien, Deutschland und Polen verdeutlichen.[19]  Die Ergebnisse des Projekts werden zum einen in einer gemeinsamen internationalen Publikation veröffentlicht werden. Zum anderen werden sie in das vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und der Grantová agentura geförderte Projekt der Außenstelle in Ústí nad Labem "Die regionale Identität der Bewohner der Euroregion Neiße" eingehen, das ein Team um F. Zich bis Ende des Jahres 2003 durchführen wird.

 

Im Jahr 2002 wurden die Forschungsaktivitäten der Arbeitsgruppe Pohraničí - wiederum in Zusammenarbeit mit anderen geografisch arbeitenden wissenschaftlichen Instituten - um das Thema "Arbeitsmigration als Teil des internationalen (grenzüberschreitenden) Arbeitsmarktes" erweitert. Das Phänomen der Arbeitsmigration gewinnt einerseits als Folge der allgemeinen Globalisierungsprozesse immer mehr an Bedeutung, andererseits ist es spezifisch für Tschechien und besonders für das tschechische Grenzland, das Ziel-, Transit- und Aufbruchsland zugleich ist. Das Forschungsprojekt unter der Leitung von Milan Jeřábek geht von der Verzahnung der tschechischen Volkswirtschaft mit den Volkswirtschaften in den Nachbarländern - vor allem der deutschen - aus. Dieser Trend beeinflusst die soziale Struktur der Grenzregionen (aber auch die Beschäftigungssuche im jeweiligen Land) unmittelbar und wird sich nach dem Beitritt der Tschechischen Republik zur Europäischen Union ohne Zweifel beschleunigen.

 

Zwischen 2003 und 2005 lief ein langfristiges Projekt zur Unterstützung zielgerichteter Forschung und Entwicklung "Die Bürgerdimension der tschechisch-deutschen Beziehungen in der Phase des Beitritts der Tschechischen Republik zur Europäischen Union - unter besonderer Berücksichtigung der speziellen Situation der Grenzgebiete" (Václav Houžvička), das wiederum von der Grantová agentura gefördert wurde. Hier knüpfte das Institut an vorausgegangene empirische Untersuchungen über die Wahrnehmung Deutschlands und die Rolle des historischen Gedächtnisses an. Erforscht wurde, welchen Einfluss diese Faktoren auf die heutige Haltung der Grenzlandbewohner gegenüber den Nachbarländern haben - und zwar sowohl im Bereich der Kultur als auch in ökonomischen und politischen Beziehungen. Ziele der Erhebungen und Befragungen fassen zwölfseitige Bulletins zusammen, die jeweils zweimal im Jahr erscheinen. Sie machen auch mit anderen Untersuchungen der deutsch-tschechischen Beziehungen wie auch mit der Fachliteratur zum Thema bekannt.[20]

 

Neben diesem Projekt beteiligte sich die Arbeitsstelle Ústí als Kooperationspartner (Houžvička) am Projekt des Zentrums für angewandte Politikforschung der Ludwig-Maximilians-Universität in München „Historische Prägestempel in grenzregionalen Identitäten“. Das von Werner Weidenfeld geleitete und von der Volkswagenstiftung finanzierte interdisziplinäre Projekt  untersuchte, wie die in der gegenseitigen Wahrnehmung der grenzregionalen Bevölkerung seit 1989/90 zu beobachtenden Schwankungen zwischen den Polen Euphorie und Irritation zu erklären sind und mit welchen Wissenspotentialen und Strategien es möglich ist, im Sinne eines aktiven Eintretens für ein vereintes Europa und einer grenzüberschreitenden europäischen Identität der Dominanz von negativen Stereotypen in der gegenseitigen Wahrnehmung der grenzregionalen Grenzbevölkerung effektiv entgegen zu wirken. Zum ersten Mal wurden zu diesen Themen Intensivinterviews im bayerisch-böhmischen Grenzraum durchgeführt.

 

Auf theoretischem Gebiet ist die Arbeitsgruppe in Ústí nad Labem darum bemüht, ein Gesamtbild des Phänomens Grenzraum zu erarbeiten. Dazu soll vor allem die bessere Kenntnis ethnischer Stereotype unter den konkreten Bedingungen der territorialen Nähe und der kulturellen Verschiedenheiten des tschechischen und deutschen Milieus dienen. Die Aufmerksamkeit gilt den Problemen sozialer Kohäsion, ethnischer/nationaler Identität einzelner sozialer Gruppen und dem Verlauf der „postmodernen“ Phase der Formierung lokaler Gemeinschaften der Grenzregionen der böhmischen Länder (verträgliches Zusammenleben verschiedener ethnischer Gruppen, soziale und wirtschaftliche Dynamik von Randzonen, schrittweise Überwindung bzw. Vertiefung der Unterschiede zwischen Zentrum und Peripherie).

 

In der letzten Zeit beschäftigt sich die Arbeitsstelle mit der Untersuchung der interkulturellen Kompetenzen zwischen Deutschen und Tschechen (Zusammenarbeit mit der Interkulturellen Germanistik der Universität Bayreuth) und mit der Lage der nationalen Minderheiten in der Tschechischen Republik und in der Region Mitteleuropa.[21]

 

Die Arbeitsgruppe Pohraničí unterhält kontinuierliche Kontakte zu zahlreichen akademischen Arbeitsstellen und beteiligt sich an Projekten in Cambridge, Birmingham, Gifu (Japan), München, Wrocław, Erfurt, Dresden, Chemnitz und Bayreuth. Einen wichtigen Teil ihrer Arbeit bildet zudem die Wahrnehmung von Lehrveranstaltungen in den Fächern Soziologie, Politologie und Ethnologie an der Purkyně-Universität in Ústí nad Labem und an der Comenius-Universität in Prag sowie die Vermittlung ihrer Forschungsergebnisse an eine breitere Öffentlichkeit über die Medien und die Presse.

 

 

 

 

 


 


[1]       Dazu u.a. Kastner, Q.: Osidlování českého pohraničí od května 1945 [Die Besiedlung des tschechischen Grenzlands seit dem Mai 1945]. Pracovní texty/Workings Papers 12. Praha 1996. – Ders.: Volynští Češi na Litoměřicku (Na základě sociologického zjišťování [Die Wolhynien-Tschechen in der Region Leitmeritz (Auf der Basis einer soziologischen Erhebung)]. In: Národnostní menšiny a majoritní společnost v České republice a v zemích střední Evropy v 90. letech 20. století [Nationale Minderheiten und Mehrheitsgesellschaft in der Tschechischen Republik und den Ländern Mitteleuropas in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts]. Praha 1998, S. 249-256.

[2]       Kučera, M.: Populace ČR 1918-1991 [Die Bevölkerung der Tschechischen Republik 1918-1991]. Praha 1995, 127 (Acta Demographica 12).

[3]       Matějů, P.: Obnova středních tříd a její politické souvislosti [Die Erneuerung der Mittelschichten und ihre politischen Zusammenhänge]. In: Zpráva o vývoji české společnosti 1989-1998 [Bericht über die Entwicklung der tschechischen Gesellschaft 1989-1998]. Praha 1998, 205-224, hier 206.

[4]       Eine erste Zusammenfassung der Ergebnisse des Forschungsprojekts über das tschechisch-deutsche Grenzland wurde auf der Konferenz „Das tschechische Grenzland im Prozess der europäischen Integration“ präsentiert, die unter der Schirmherrschaft des damaligen Minister J. Šabata am 28.11. 1991 in Cheb (Eger) stattfand. Die Ergebnisse der soziologischen Untersuchungen, die vom team Pohraničí im juni 1991 in den Kreisen durchgeführt wurden, die nahe der Grenze der damaligen ČSFR zur BRD und zu Österreich von Jablonec (Gablonz) bis Znojmo (Znaim) liegen, zeugten von einer positiven Wahrnehmung des „deutschen Faktors“ im Bewusstsein der Bewohner des Grenzlands. Die Haltung der Befragten spiegelte allerdings die euphorische Atmosphäre wider, die in der ersten Zeit nach dem Fall des Eisernen Vorhangs herrschte. Siehe Houžvička, V.: „Česko-německé vztahy v názorech obyvatel českého pohraničí“ [Die tschechisch-deutschen Beziehungen in den Ansichten der Bewohner des tschechischen Grenzlands]. In: Sborník příspěvků České pohraničí v procesu evropské integrace. Ustí nad Labem 1992, S. 40-55.

[5]       Václav Houžvička war mehrfach mit Beiträgen auf den deutsch-tschechischen Symposien in Jihlava (Iglau) vertreten, die seit 1991 regelmäßig stattfinden und von der Ackermann-Gemeinde und der Nadace Bernarda Bolzana (Bernard Bolzano Stiftung] gemeinsam veranstaltet werden. Die Statements dieser Tagungen wurden in acht zweisprachigen Sammel- bänden publiziert. Siehe u.a. Houžvička, V.: „Deutschland differenziert die tschechische Gesellschaft.“ In: Erhart, R. (Hg.): Češi a Němci 150 let po Bolzanovi - bilance a očekávání/Deutsche und Tschechen 150 Jahre nach Bolzano -Bilanz und Erwartungen. Praha 1998, 144-152.- Vers.: Deutschland mit den Augen eines Einwohners des Grenzgebietes. In: Erhart, R. (Hg.): Češi a Němci - doba podeklarační/Deutsche und Tschechen - die Zeit nach der Erklärung. Praha 1997, 146-160.

[6]       Die Tschechische Republik hat vier Grenzregionen: die tschechisch-polnische, die tschechisch-sächsische, die tschechisch-bayerische und die tschechisch-österreichische Grenzregion.

[7]       Die Untersuchungsergebnisse wurden veröffentlicht im Sammelband: Houžvička, V. (Hg.): České pohraničí. Start do Evropy [Das tschechische Grenzland. Der Start nach Europa]. Trutnov 1991,66-103.

[8]       Die gemeinsame Grenze zwischen der Tschechoslowakei und Deutschland war im Jahr 1938 doppelt so lang wie die polnisch-deutsche Grenze und sogar dreimal so lang wie die deutsch-französische Grenze. Zugleich stellte sie bis dahin die stabilste natürliche Grenze in Mitteleuropa dar. Vgl. Hauner, M.: „The Czechs and Germans.“ In: Verheyen, D./ Soe, Ch. (Hg.): The Germans and their Neighbours. Oxford 1993,251-278, hier 257-258.

[9]       Zich, F./ Houžvička, V.: Přeshraniční souvislosti sociálních změn v oblasti české části euroregionu Chebsko [Die grenzüberschreitenden Zusammenhänge sozialer Veränderungen im Bereich des tschechischen Teils der Euroregion Egerland]. Pracovní texty/Working Papers 3. Praha 1994. - Zich, F./ Houžvička, V. / Kastner, Q.: Etnické a národnostní vztahy v pánevní oblasti severních Čech (s důrazem na romskou problematiku) [Die ethnischen und nationalen Verhältnisse im nordböhmischen Becken (unter besonderer Berücksichtigung der Roma-Problematik)]. Pracovní texty/Working Papers 2. Praha 1995, 42. –Kastner, Q.: Romská problematika v 50.-80. letech 20. stoleti v českých zemích (se zvláštním zřetelem na severozápadní Čechy) [Die Roma-Problematik in den böhmischen Ländern von den fünfziger bis zu den achtziger Jahren des 20.Jahrhunderts (unter besonderer Berücksichtigung Nordwestböhmens)]. In: Otázky národní identity - determinanty a subjektivní vnímání v podmínkách současné multietnické společnosti (Sborník z mezinárodní vědecké konference konané ve dnech 6. a 7. listopadu 2001 ve Slezském ústavu Slezského zemského muzea v Opavě) [Fragen der nationalen Identität -Determinanten und subjektive Wahrnehmungen unter den Bedingungen der heutigen multiethnischen Gesellschaft (Sammelband der internationalen wissenschaftlichen Konferenz, die am 6. und 7. November am Schlesischen Institut des Schlesischen Landesmuseums in Troppau stattfand)]. Praha 2001, 419-426.

[10]     Folgende Euroregionen mit tschechischer Beteiligung wurden gegründet: Nisa/Neiße/ Nysa, Labe/Eibe, Krušné hory/Erzgebirge, Chebsko/Egrensis sowie Šumava/Böhmerwald/Mühlviertel. - Zu den Ergebnissen des Projektes: Zich, F. u. a.: Kdo žije v pohraničí [Wer lebt im Grenzland]. Praha 1996, 129. -Kastner, Q.: Podíl Sociologického ústavu AV ČR na výzkumu českého pohraničí (tzv. Sudet) [Der Anteil des Soziologischen Instituts der Akademie der Wissenschaften an der Erforschung der tschechischen Grenzregionen (den sog. Sudeten)]. In: Sborník z I. mezinárodní konference "Czlowiek i srodowisko w Sudetach" [Tagungsband der I. Internationalen Konferenz „Mensch und Umwelt in den Sudeten"]. Wroclaw 2000, 451-455. - Houžvička, V.: „Euroregions as Factors of Social Change within the Czech-German Borderland.“ In: Musil, J. / Strubelt, W. (Hgg.): Räumliche Auswirkungen des Transformationsprozesses in Deutschland und bei den östlichen Nachbarn. Opladen 1997, 185-194.

[11]     Es fehlt hier der positive Effekt der Bilingualität. Die Grenze stellt somit eine scharfe Trennlinie zwischen unterschiedlichen Sprachen und Kulturen dar. Die Kenntnis und das Interesse am Erlernen der tschechischen Sprache ist auf Seiten deutscher Schüler sehr gering. Vgl. Zich, F.: Nositelé přeshraniční spolupráce (Výsledky sociologické sondy uskutečněné na českých a německých základních školách) [Träger der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit (Ergebnisse einer an deutschen und tschechischen Grundschulen durchgeführten soziologischen Untersuchung)]. Ústí nad Labem, Praha 1999, 84. - Houžvička, V.: Die sozialen Folgen des Austausches der Bevölkerung in den tschechischen Grenzgebieten. In: Plaschka, R. G./Suppan, A. (Hg.): Nationale Frage und Vertreibung in der Tschechoslowakei und Ungarn 1938-1945. Aktuelle Forschungen. Wien 1997, 193-198 (Zentraleuropa-Studien 3).

[12]     Houžvička, V.: Sudetoněmecká otázka v názorech a postojích obyvatel pohraničí [Die sudetendeutsche Frage in den Meinungen und Haltungen der Bewohner des Grenzlandes]. Pracovní texty/Working Papers 2. Praha 1996, 54 S. - Ders.: Historická dimenze vztahů Čechů a Němců. [Die historische Dimension des Verhältnisses von Tschechen und Deutschen]. In: Zich, F. u.a.: Vytváření přeshraničního společenství na česko-německé hranici. Sborník příspěvků [Die Bildung einer grenzübergreifenden Gesellschaft an der tschechisch-deutschen Grenze. Sammelband]. Ústi nad Labern 2000, 137-139. -Zich, F.: Národnostní a etnické vztahy v českém pohraničí - obraz Němce, Rakušana, Čecha a Róma ve vědomí obyvatel českého pohraničí [Die nationalen und ethnischen Beziehungen im tschechischen Grenzland - das Bild des Deutschen, Österreichers, Tschechen und des Roma im Bewusstsein der Bewohner des tschechischen Grenzlandes]. Pracovní texty/Working Papers 4. Praha 1996. 40 S.

[13]     Kastner, Q.: Osidlování českého pohraničí od května 1945 (na příkladu vybraných obcí Litoměřicka) [Die Besiedlung des tschechischen Grenzraumes seit Mai 1945 (am Beispiel ausgewählter Gemeinden in der Region Leitmeritz)]. Praha 1999, 376. - Ders.: Národnostní aspekt osídlovacích procesů v pohraničí českých zemí od května 1945 (na příkladu Ústecka) [Der nationale Aspekt der Besiedlungsprozesse im Grenzland der böhmischen Länder seit dem Mai 1945 (am Beispiel der Region Aussig)]. In: Slezský sborník 1-2 (1997) 147-159.

[14]     Vgl. Ders.: Některé historické souvislosti česko-německých vztahů na lokální úrovni. (Zpráva z výzkumné sondy o názorech starousedlíků na česko-německé hranici [Einige historische Zusammenhänge der tschechisch-deutschen Beziehungen auf lokaler Ebene. (Ergebnisse einer wissenschaftlichen Teiluntersuchung zu den Meinungen von Alteinge- sessenen über die tschechisch-deutschen Beziehungen)]. In: Zich, F. u. a.: Vytváření přeshraničního společenství 154-225 (vgl. Anm. 12).

[15]     Vgl. Houžvička, V. (Hg.): Reflexe sudetoněmecké otázky a postoje obyvatelstva českého pohraničí k Německu [Die Reflexion der sudeten-deutschen Frage und die Einstellungen der Bewohner des tschechischen Grenzgebietes gegenüber Deutschland]. Praha 1997, 94 S; in deutscher Sprache: Die Betrachtung der sudetendeutschen Frage und die Haltung der Bevölkerung im tschechischen Grenzgebiet gegenüber Deutschland. Hg. von der Ackermann-Gemeinde. München, Ústí n. L. 1997, 74. - Ders.: „Sudetoněmecká otázka a vztahy Čechů k Německu“ (Hlavní poznatky sociologických výzkumů 1996-1999) [Die sudetendeutsche Frage und die Beziehungen der Tschechen zu Deutschland (Die Hauptergebnisse soziologischer Untersuchungen aus den Jahren 1996-1999)]. In: Mezinárodní vztahy 4 (2000) 94-102. -Ders.: Wie Tschechen die Deutschen wahrnehmen. In: Roth, K. (Hg.): Nachbarschaft. Interkulturelle Beziehungen zwischen Deutschen, Polen und Tschechen. Berlin, New York 2001, 79-98 (Münchener Beiträge zur interkulturellen Kommunikation 11).

[16]     Ausführlicher hierzu Zich u.a.: Vytvaření přeshraničního společenství 15-44 (vgl. Anm. 12). – Zich, F.: Nositelé přeshraniční spolupráce na česko-německé hranici (vgl. Anm. 11). - Ders.: The Bearers of Development of the Cross-Border Community on Czech-German Border. Sociologické texty/Sociological Papers 4. Praha 2001, 5.

[17]     Müller, B. (Hg.)/ Kučera, K./ Jeřábek, M./ Přikryl, J.: Grenzraum als Vermittlungsraum (Chancen der interkommunalen Zusammenarbeit am Beispiel von Sachsen und Böhmen). Berlin 2000. - Jeřábek, M. (Hg.): Geografická analýza pohraničí České republiky [Die geografische Analyse der Grenzregionen der Tschechischen Republik]. Pracovní texty/Working Papers 11. Praha 1999, 180. - Ders. (Hg.): Reflexe regionálního rozvoje pohraničí České republiky [Reflexionen zur regionalen Entwicklung der Grenzregionen der Tschechischen Republik]. Praha/Ústí nad Labern 2000.

[18]     Von den zahlreichen Publikationen seien an dieser Stelle nur genannt: Vnímání socioekonomického vývoje v česko-saském pohraničí - případová studie na lokální úrovni měst Kraslice/Klingenthal [Die Wahrnehmung der sozio-ökonomischen Entwicklung im böhmisch-sächsischen Grenzgebiet. Eine Fallstudie auf der lokalen Ebene der Städte Graslitz/Klingenthal]. In: Geografie 1 (2000) 19-33, hier 19-23.

[19]     Roubal, O.: „Odraz historických událostí česko-německých vztahů v pohraničí v životních příbězích obyvatel Euroregionu Nisa“ [Der Widerhall historischer Ereignisse der tschechisch-deutschen Beziehungen im Grenzraum in den Lebensgeschichten der Bewohner der Euroregion Neisse]. In: Zich, F. (Hg.): Biographies in the Borderland. (Preliminary Results of the Research on the Biographical Identity of the Borderland Population). Prague 2002.

[20] Bulletin Tschechisch-Deutsche Zusammenhänge 2003-2005. www.borderland.cz.- Houžvička, V.: Návraty sudetské otázky [Die fortwährende Rückkehr der sudetendeutsche Frage]. Praha: Karolinum.  543 S.

Houžvička, V. „Die Vergangenheit bleibt, aber entfernt sich.“ Tschechisch-Deutsche Zusammenhänge 2/2005.

5-8 S.

[21] Vgl. Novotný, L.: „Vzdělanostní kultura u příslušníků německé menšiny v západních Čechách.“ In: Balvín, J. (Hg.): Výchova, vzdělávání a kultura ve vztahu k národnostním menšinám. Praha 2004. Ders.: Mateřština, domény jejího užívání a národní příslušnost na příkladě německé menšiny v ČR [Native language, areas of its use und nationality affiliation based on an example of German ethnic group in Czech Republic]. In: Balvín, J. (Hg.): Politika Prahy a dalších měst ve vztahu k národnostním menšinám. Praha 2003, 102-113. – Ders.: "Postavení německé menšiny v kontextu česko-německých vztahů." In: Šrajerová, O. (Hg.): Migrace - Tolerance - Integrace. Opava: SZMO, 147-155.